Mundschutz selbst nähen

Mundschutz selbst nähen

プロテクター Purotekutā “The Protector”

Mit dieser Anleitung könnt ihr einen Mundschutz schnell und einfach selbst nähen: Ihr braucht nur ein paar alte Stoffreste und mit etwas Übung gerade einmal 10 Minuten für einen DIY-Upcycling Mund- und Nasenschutz.

Eines vorweg: Ich weiß, dass es im Netz aktuell nur so wimmelt vor Anleitungen, wie man eine Stoffmaske oder einen Mundschutz selbst nähen könnt. Und ich habe auch lange überlegt, ob ich jetzt wirklich die Drölftausendste Nähanleitung für einen Mundschutz hinterher schieben möchte. Aber dann habe ich gedacht: Warum eigentlich nicht? Wenn ihr eh schon hier seid… Ich finde es superwichtig, durch das Tragen eines Mund- und Nasenschutzes das Risiko einer Weiterverbreitung von COVID-19 zu reduzieren. Und deshalb kann das Thema vielleicht gar nicht oft genug aufpoppen. 

Wichtig: Bei dieser selbst genähten Schutzmaske handelt es sich um einen sogenannten Behelfs-Mund-Nasen-Schutz. Sie hat keinen speziellen Filter und kann dich als gesunden Menschen NICHT vor der Ansteckung durch das Coronavirus schützen.

Das Nähen und Tragen dieser Maske bringt aber trotzdem was, und zwar:

  • Schutz eurer Mitmenschen: Wenn ihr beispielsweise symptomfrei an Corona erkrankt und einen Mundschutz tragt, schützt ihr dadurch eure Umgebung, weil beispielsweise beim Niesen weniger Tröpfchen durch die Gegend fliegen.
  • Ressourcenschonung: Ganz klar: Wenn ihr in einem medizinischen Bereich arbeitet, zur Risikogruppe gehört oder mit Risikopatienten in eurem Alltag in Kontakt kommt, solltet ihr nach Möglichkeit unbedingt auf medizinische Schutzmasken ausweichen. Wenn ihr aber als gesunder Mensch einfach eure Mitmenschen beim Gang in den Supermarkt schützen möchtet, muss es vielleicht nicht jedes Mal eine Einweg-Maske sein, die ihr danach wegwerft. Eine selbstgenähte Maske aus alten Stoffresten ist eine tolle Upcycling-Alternative, die ihr nach jedem Tragen (!) bei mindestens 60 Grad waschen und wieder benutzen könnt.
  • Spenden: Sehr lange gab es nicht genug medizinische Schutzausrüstung, sodass viele Organisationen zum Spenden von selbstgenähten Masken aufgerufen haben. Inzwischen sieht die Lage schon wieder etwas besser aus, aber trotzdem gibt es in einigen Wohnheimen, Notgruppen etc. weiterhin Bedarf an Behelfsmasken. Informiert euch in eurer Umgebung und spendet eure Stoffreste in Form einer Maske an eure Community!
mundschutz selbst nähen - anleitung
Mundschutz selbst nähen – Schritt für Schritt

Mundschutz selbst nähen – los geht’s

Ihr habt auch einen Berg an Stoffresten zuhause und wisst gar nicht, was ihr damit machen sollt? Perfekt, denn viel mehr braucht ihr zum Nähen von プロテクター Purotekutā “The Protector” gar nicht. Ein bisschen Gummiband noch, das wars auch schon! Wichtig ist nur, dass ihr aus euren Stoffresten diejenigen aussucht, die mindestens ab 60 Grad waschbar sind und nicht zu dünn und nicht zu dick sind. Ideal sind reine Baumwollstoffe! Bevor ihr den Stoff vernäht, solltet ihr probeweise zwei Lagen Stoff vor Mund und Nase halten und atmen. Habt ihr das Gefühl, gut Luft zu bekommen, könnt ihr den Stoff verwenden. Dann kann es auch schon losgehen – und ich verspreche euch, mit dieser Anleitung ist eine einfache Maske in Windeseile genäht. Ihr braucht pro Maske mit etwas Übung gerade einmal 10 Minuten, was super ist, falls ihr eine größere Menge für Freunde und Familie herstellen möchtet.

Mundschutz selbst nähen - Material

Was ihr braucht:

  • Ein Stück Stoffrest mit den Maßen 25 cm x 35 cm
  • zwei Stücke dünnes Gummiband mit einer Länge von ca. 20 cm
  • Stecknadeln, passendes Garn

Schritt 1:

Wenn ihr euren Stoffrest auf ein Rechteck mit den Maßen 25 cm x 35 cm zugeschnitten hast, legt die beiden kürzeren Seiten rechts auf rechts aufeinander. Steckt das Ganze entlang der Kante mit Stecknadeln zusammen und markiert euch jeweils ungefähr 8 cm vom Rand entfernt das Ende eurer ersten Naht. Hier sitzt die Wendeöffnung in der MItte. Jetzt näht ihr an der Kante entlang mit 1 cm Nahtzugabe, lasst dabei die Wendeöffnung offen und verriegelt jeweils die Enden. Die Nahtzugabe bügelt ihr nach außen, indem ihr sie mittig auf den Stoff legt, nach außen klappt und festbügelt.

Alltagsmaske selbst nähen

Schritt 2:

Jetzt kommen die Gummibänder zum Einsatz: Legt die Enden der Gummilitze in die Ecken der Maske, und zwar so, dass die Gummibänder innen liegen. Fixiert die Enden mit Stecknadeln und steckt auch die Seiten der Maske mit Stecknadeln zusammen. Achtet dabei darauf, dass ihr die Gummibänder nicht erwischt, sie sollen nur in den Ecken fixiert sein. Jetzt näht ihr die Seiten mit 1 cm Nahtzugabe zusammen und verriegelt dabei immer auf den Gummibändern, damit sie schön fest sitzen. Wendet eure Maske durch die Wendeöffnung nach außen und weiter geht’s!

Mundschutz selbst nähen

Schritt 3: 

Faltet jetzt den oberen und unteren Teil deiner Maske einmal in der Mitte, und zwar so, dass diese Mitte dann an der Wendeöffnung aufliegt. Das lässt sich etwas schwer beschreiben – auf dem Bild und in der Skizze seht ihr, wie es gemeint ist. Fixiert das Ganze an den Seiten wieder mit Stecknadeln und näht die Seiten knappkantig ( mit ca. 0,75 cm Nahtzugabe) fest.

Mundschutz selbst nähen
Schritt 3 – So faltet ihr die Maske

Jetzt ist eure Behelfs-Mund-Nasenschutz fertig! In die Öffnung in der Mitte könnt ihr nun noch einen Teefilter einlegen, das schützt zusätzlich. Viel wichtiger ist allerdings: Die Maske wirklich nach jedem Tragen heiß waschen und am besten noch einmal bügeln, denn das tötet zusätzlich Bakterien und Keime ab. Am besten näht ihr gleich eine ganze Batterie an Masken, die ihr durchwechseln könnt. Es geht schließlich superschnell! Ich wünsche euch viel Spaß beim Nähen, passt auf euch auf und bleibt bitte gesund!

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